altemaelze

Terrestrials

Pond

Hörenswertes aus Down Under

„Würden Goths das mögen?“ – „Könnte man dazu ein Bier trinken?“ Wenn beides mit Ja beantwortet wurde, fand der entsprechende Song Eingang ins Album sagt die australische Kapelle über den Auswahlprozess der Songs. Das klingt schon mal ultra-sympathisch, klingt nach offenem Himmel, flimmernder Hitze über endlosen Ebenen und scheppernder Pub‑Hinterzimmer – ein Sound, der bei all jenen eine zeitlose Saite zum Schwingen bringt, die mit Ort, Zeit und Atmosphäre vertraut sind. Von dort aus entwickelte sich das Album weiter, und die Idee von „Goths im Pub“ wird zum stilistischen Nordstern: ikonische australische 80er‑Ästhetik, säuregewaschen durch den kajalverschmierten Post‑Punk von Sisters Of Mercy, Magazine und Konsorten. Extraktiver Kapitalismus, Machtstrukturen, Ungleichheit, indigene Inhaftierung, exzentrische Außenseiter, Feuer und Wasser, Diesel und Staub, Einheit und Spaltung, Blut und Bauxit, ungeborene Morgen und tote Gestern – all das ist hier präsent und kulminiert in einen druckvollen, Punk-informierten Alternative-Rock. (Cargo) HuSch

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal

https://youtu.be/2ZgxqzNY3nA?si=Wd_AiY42Uzc_zkud