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Ghosts From The Past

Sarife Afonso

Soul-Revival-Debüt, Part 2

Mit „Ghosts From The Past“ legt Sarife Afonso ein Debüt vor, das nicht laut sein will: kein Feuerwerk, eher ein Nachglühen. Zwischen Neo-Soul, Jazz und R’n’B entfalten sich zurückhaltende, warme Arrangements. Die Stimme bleibt stets kontrolliert, fast beiläufig, man hört Einflüsse von Größen wie Aretha Franklin oder Alicia Keys – mehr Erzählen als Inszenieren. Inhaltlich geht es um Erinnerung und innere Unruhe, um jene „Geister“, die bleiben. Stärke und Schwäche zugleich, die konsequente Ruhe. Alles wirkt stimmig und edel, aber auch ein wenig zu sicher – echte Brüche fehlen. Es ist ein sogender Flow, der hier von Lied zu Lied schwappt, üppig mit Flöten und Streichern arrangiert. Unterm Strich ein leises, ernsthaftes Album, das nicht sofort packt, sondern mit der Zeit wächst. Wer Yebba, Cleo Sol, H.E.R. oder Anderson Paak schätzt, wird diese Scheibe lieben! (Waterfall Records) HuSch

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https://youtu.be/dtYNFVhpWmw?si=-dN6hM2g5a-LNOOk