Die britische Neo-Soul-Sängerin geriet trotz des Erfolgs ihres Debüt von 2022 etwas in Vergessenheit. Das Pop-Biz will einfach mindestens alle zwei Jahre neues Futter, sonst wird man nicht mehr wahrgenommen. Die Künstlerin hatte mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und musst sich erst wieder neu (er-)finden. Das hat sie getan, gleich auch noch Produktion und Label an sich gerissen um jetzt als One-Women-Show durch die Welt zu stapfen. Über das gesamte Album hinweg untersucht Millar emotionale Dualitäten – die Spannung zwischen Ehrgeiz und Selbstschutz, Verlangen und Wahrheit, Sehnsucht und Klarheit – aus einer zutiefst persönlichen, weiblichen Perspektive. Der Soul dazu ist leicht und fluffig wie Zuckerwatte, inspiriert von den Girl-Groups und Motown-Künstler aus den 60er. Warmer Soul-Sound trifft hier auf eine starke, expressive Stimme und emotionale, persönliche Lyrics. Celeste oder Lianne La Havas hätten es nicht besser hinbekommen. (Golden Hour Music) HuSch
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https://youtu.be/pp6GZzQGs54?si=x8eOkENje61JKmep


