„Fabulae“, das Debütalbum des CLARA VETTER TRIOs, wurde vor zwei Jahren hier rezensiert. Mit „What Dances Here“ erscheint zwei Jahre nach „Letters From Nowhere – Owls In Council“ das zweite Album der Pianistin und Komponistin CLARA VETTER unter eigenem Namen. Auf diesem Album erkundet sie mit ihren Kollegen Phil Donkin (db) und Fabian Arends (dr) musikalische Verbindungen zwischen Jazz, Impressionismus und neuer Musik auf spannende Weise. Ihr Sound wurde von einem Publikumskommentator als „Debussy crashes into Stockhausen“ beschrieben, was die Vielfalt ihrer stilistischen Einflüsse unterstreicht, aber meiner Meinung nach im potentiellen Hörer eine irreführende Erwartungshaltung erzeugt. Die elf Albumtracks bieten vielmehr zeitgenössischen Jazz in klassischer Piano-Trio-Besetzung und im wahrsten Sinne des Wortes. Der Film im Kopf des Hörers muss und wird sich von selbst entwickeln, inspiriert durch Tracktitel wie „Unwaltz“, „Tree Family“ und „Giant Rats“. Kompliziertere Musik kann auch Schönheit enthalten – „What Dances Here“ ist der klingende Beweis. Sehr empfehlenswert! (Unit Records) TheRealPal
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