Die fünf Musiker von Alpkan kommen aus Perg in Oberösterreich und machen lt. Eigendefintion „Musik von irgendwo zwischen Alpen und Balkan“. Auf der Suche nach Zuordnung eines Musikstils könnte man auch „Globale Volksmusik“ oder „Lokale Weltmusik“ dazu sagen, denn mit der Besetzung Trompete, Tuba, Posaune, Gitarre, Schlagzeug und Gesang fusionieren sie traditionelle Volksmusik aus Österreich mit Einflüssen aus anderen Musikstilrichtungen – Balkan, Jazz, Wienerlied. Oft mit Mundart-Texten, teils serbokroatisch, teils instrumental – immer mit humorvollen Untertönen! Melodische Bläserarien und fünfstimmige Gesänge sind ebenso Teil des Programms wie jazzige Posaunenimprovisationen und monotoner Sprechgesang. Und nach dem 2021 erschienenen Album „Hoas is!“ kommt jetzt 2026 der Nachfolger mit dem Titel „Horses“ und 14 Tracks. Die allerdings weiter abseits bekannter Pfade. „Horses“, der Titel-Track ist ein wilder Ritt, bei dem auch „instrumental“ so richtig die Post abgeht. Und wer sagt, dass ein „Jodler“ nicht wie elektronische Musik klingen darf? Da darf auch schon einmal gesudert werden, wenn man beim „Schwoazfoahrn“ erwischt wird. Oder dass Flamenco und Polka nicht zusammenpassen? Völlig verkehrt! Kurzum: Musikalisch ist ALPKAN eine Verschmelzung aus (Techno)Brass, Balkanmusik, Wienerlied, Jazz und A-cappella-Ensemble. Mal wähnt man sich im Orient, mal in Mexiko, beim Tuba-Solo im australischen Outback und plötzlich wieder beim serbischen Guča-Festival. Damit sollte dem internationalen Durchbruch dieses polyglotten Fünfers nichts mehr im Wege stehen. Und wer sich „live“ überzeugen will, wie das klingt – am 25. Juli stehen El Castlero (Posaune, Tenorhorn, Gesang), Stereo Gaina (Gitarre, Gesang), Herr Stockinger (Tuba, Gesang), Doktor Kastler (Cornet, Flügelhorn, Gesang) und Shegovic (Schlagzeug, Gesang) im Burgtheater in Straubing auf der Bühne. (Tap-Water-Records) P.Ro
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