altemaelze

Gschnas

Voodoo Jürgens

Album #4 steht für eine komplette Frischzellenkur: Ein Aufbruch in Sound und Vision – revitalisiert und runderneuert.

Er ist der unangefochtene Meister der Geschichten über Strizzis, Außenseiter, Gauner, Verlierer und abgehängten Antihelden. Drei Jahre nach seinem Meisterwerk „Wie die Nocht noch jung wor“ meldet sich Voodoo Jürgens mit seinem vierten Longplayer „Gschnas“ als Popstar wider Willen zurück. Letztes Jahr gewann er für die Hauptrolle in Adrian Goigingers Kinohit „Rickerl“ den österreichischen Filmpreis als bester Hauptdarsteller. Für die Alben davor gab es reihenweise Amadeus Awards, sprich Austro-Grammys und all seine Touren im gesamten deutschsprachigen Raum sind regelmäßig ausverkauft. Für David Öllerer, wie er bürgerlich heißt, war das Zeit für eine neue Standortbestimmung. Das Biotop „Beisl“ war gestern. Gerade weil die zahlreichen Voodoo-Epigonen damit seit Jahren so gern haussieren gehen. Jetzt geht’s um die weite Welt die da draußen wartet. Und die kleine da drinnen: die in der eigenen Seele. In Text und Sound geht es auf „Gschnas“ für Voodoo um die eigene Autonomie, die Wiedergeburt der Inspiration, das freistrampeln von der typisch österreichischen Enge die einen nach unten drückt. Weg vom reinen Beisl-Chronisten hin zu einem Künstler, der seine melancholischen Geschichten stärker mit Selbstreflexion und musikalischer Offenheit verbindet. Kurzum: es geht um alles. Mit welcher Energie er und seine ‚on fire‘ agierende Band Ansa Panier dieses Husarenstück von einem Album reiten, mit welcher Spielfreude und welchem Selbstvertrauen hier ein Künstler neu denkt ohne dabei von sich erschlossenes aufzugeben und sich dabei selbst revitalisiert. Dazu auf den elf neuen Tracks seine besten Melodien, seine wahrhaftigsten Texte, seine dringlichsten Performances, und eine Wolfgang Lehman (AKA Möstl)-Produktion, die für alle Involvierten nach Magnum Opus riecht. Das kann was. Und nicht nur das. Ein Album aus Zweifel geboren, für das es am Ende Faschingskrapfen regnet. Ein Album als Ereignis, in einer Zeit die sich selbst vergessen hat. Voodoo Magie, die wirkt. „Denn „Gschnas“, das vierte Album des Wiener Liedermachers, ist nichts weniger als ein musikalischer Befreiungsschlag. Ein Album, das seinem Publikum nicht nur elf außergewöhnliche Lieder schenkt, sondern auch ein Versprechen macht: Von hier aus ist alles möglich.“ Ist in der Kritik der SZ zu lesen – absolut zutreffend. Und das wird er auch bei seinem Open Air-Konzert am 18. Juni im Thon Dittmer Palais in Regensburg beweisen. (Lotterlabel) P.Ro

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