Die Südkoreanerin ist immer für eine Überraschung gut. Früher coverte sie Balladen, sprang dann zu einer Hendrix-Nummer („Manic Depression“) und war vor allem in der audiophilen High End-Szene beliebt. 2024 kam dann das Cover-Album mit Songs wie „White Rabbit“ von JEFFERSON AIRPLANE oder „Killing me softly“. Jetzt geht es existenzialistisch-exzentrisch weiter – hier findet man ausschließlich Eigenkompositionen. Und was für welche! Die E-Gitarre wird ausgepackt und es geht wesentlich dramatischer und wilder zu. Jetzt liegt ihr Focus auf Katharsis und der inneren Fähigkeit, aus Schmerz Kraft zu schöpfen. Hat sie sich von TITO & TARANTULA beraten lassen? „Lost Pieces“ ist ein mutiger Schritt in eine neue Richtung. Die audiophile Schönklang-Gemeinde wird sich verwundert am Kopf kratzen. (Warner Music) HuGe
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