altemaelze

Outerstellar

Michael Monroe

In Stumme starkes Album!

Das elfte Studio Soloalbum (lt. Wikipedia) des ehemaligen Hanoi Rocks Sängers Michael Monroe “Outerstellar” sollte allen Fans von knusprigem Sleaze/Classic Rock, Hard Rock und etwas Punk Mucke vorzüglich munden. Knackig produziert, die Drums hören sich echt mega an, bieten die zwölf Songs zwar nichts bahnbrechend Neues, aber wenn es so gut in die Beine geht (meine Knie und Füßen wippten beim Hören mit, was immer ein gutes Zeichen ist) braucht man es auch nicht. Vom recht punk-rockigen Einstieg “Rockin’ Horse” über Cheap Trick-artige, Beatles-beeinflusste Rock-Nummern („Shinola“ bzw, „Precious“ hier mit klasse Fotznhobl Solo = Mundharmonika), bis zur Tom Petty & The Heartbreakers-Gedächtnisnummer „When the Apocalypse comes“ mit gar poppigem The Rembrandts-Einschlag (Der „Friends“ Serientitelsong kam mir hier sofort in den Sinn) geht das. Hier ist Abwechslung Trumpf. Manic Street Preachers kennt der gute Michael auch, denn „Painless“ könnte man auch auf deren „Everything must go“ Album von 1996 verorten. Ein gereifter Billy Idol singt bei “Pushin’ me Back”, Bon Jovi (als er noch singen konnte) schaut bei „Glitter & Dust vorbei und das Magnum Opus der Scheibe, das mit sieben Minuten epische „One more Sunrise“, lässt all die ins Schwärmen kommen, die das von früheren Michael Monroe Scheiben bekannte Saxophon vermissen. Hier spielt er ein flottes Solo mit runter. Der Song verbindet dann klassischen Bruce Springsteen der „Born to Run“ Zeit mit geilem Piano Part und mehreren fantastischen Gitarrensoli. Die werden u. a. von Steve Conte extrem lässig runtergezockt (ex New York Dolls und mir vor allem aus der Zeit, als ich noch mehr Anime Serien angeschaut hab, bekannt: Wolf’s Rain, Ghost in the Shell, Cowboy Bebop sind nur einige, wo er den Soundtrack schrieb). Balladen gibt es keine, wohl aber den einen anderen kurzen Akustikgitarrenpart, und eigentlich vermisst man sie auch nicht. In Summe eine starke Scheibe, die von mir sechs Sterne erhält. Kaufempfehlung on top! (Silver Lining Music) HJH

******

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal