Und wieder mal findet ein Metalcore Light-Album den Weg in mein Postfach. Nicht meine Lieblingsmusikrichtung, aber gut irgendwer muss es ja besprechen. Das Trio The Hara aus England veröffentlichte Ende Januar Album #2 „The Fallout“ via Mascot, das allen Fans von 30 Seconds to Mars, Linkin Park, aktuellen Bring me the Horzion, Soulbound, Emils Bulls etwas Korn und der einen oder anderen härten Metalcore Band munden dürfte. Die meisten der zwölf Songs (im Schnitt nur knapp drei Minuten lang), die das Album dann auf gerade mal 35 Minuten Länge bringen, hören sich ziemlich gleich an. Melodiöser, poppiger Gesang trifft auf typische Screamo Vocals, setzt einen netten Breakdown und die Gitarren bieten tiefer gestimmte Riffs. Wer Gitarresoli sucht geht hier gleich mal weiter. Die Produktion ist sehr gut, die Drums klingen recht natürlich und damit es dann nicht doch gar so eintönig wird, gibt es zweimal richtig was mit der groben Kelle, im Kontext der generellen Scheibe gesehen: „Psycho Killer“ (nerviger Wiederholung des Refrains bis es auch wirklich jeder verstanden hat) und „Intergalatic Sabotage“ (erinnert mich an die früheren Bring me the Horizon als diese noch fast Deathcore spielten) sind die härtesten Nummern auf der Scheibe. Positiv zu vermerken ist die relative zurückhaltende Verwendung von Electronica jeder Art. Man fühlt sich hier nicht wie auf einer Rave Party. Und wenn es dann doch wie bei „The System“ mal eingesetzt wird, passt es, auch wegen des Kontexts, dann sehr gut. Unterm Strich eine solide Scheibe, die mir viereinhalb Sterne wert ist, aber sicher nicht nochmal in den CD Player wandert. Fans der Stilrichtung addieren den einen oder anderen Stern dazu, den an den Instrumenten macht dem Trio so schnell nichts vor und der Sänger hat echt eine klasse Gesangsstimme. (Mascot) HJH
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