powerconcerts
turmtheater

Stone Senate

Kritik zum Konzert am 13. Februar im VAZ Burglengenfeld

Solider Gig aber von der Plattenfirma doch etwas zu dick aufgetragen

Im zweiten Anlauf stand die Südstaaten-Combo auf der Bühne im VAZ. Stone Senate werden als eine härtere Version von Lynyrd Skynyrd gekreuzt mit The Allman Brothers Band bezeichnet – soweit Presseankündigungen. Der Vergleich mit den Allmans hinkte gewaltig. Und nur weil jemand aus Nashville kommt oder in die Southern-Rock bzw. Country-Rock-Schublade gelabelt wird, muss das kein Freibrief sein. Der Band werden seit 2012 über 600 Gigs nachgesagt. Aber es ist auch ihr Leid, dass es Bands wie sie in den USA zahllose gibt, die sich auf hohem technischen Können den Arsch abspielen. Ein Level, das viele deutsche Bands nie erreichen werden. Stone Senate sind eine gute Band, homogen, spielfreudig – aber in den USA ist das halt kein Freibrief. Sänger Clint Woolsey ist ein Hühne mit durchaus ansprechender Präsenz – und auch sehr guter Stimme. Die beiden Gitarristen sind Sahne. Aber das Songmaterial ist nach einer gewissen Weile irgendwie Standard. Guter Standard! Vielleicht lag es auch am (nicht verdienten!) überschaubaren Besuch. Aber groß im Gedächtnis bleiben sie jetzt subjektiv nicht. Obwohl sie nicht schlecht waren! Viele Riffs, gute Gitarren, ein Schuss zu wenig Americana und ein noch zu wenig abwechslungsreiches Songwriting. Vielleicht waren durch die aufgedrehte PR einfach nur die Erwartungen zu hoch? (Bernd Schweinar)

Die ganze Bilderstrecke hier:

https://www.allmusic.de/bildergalerie/stone-senate/