altemaelze

Revolution

C-Moon

Das “Sound-Report”-Album für den Februar 2026 – Band mit eigenem Stil, der weder an Modewellen gebunden ist noch auf eine bestimmte Altersgruppe abzielt, „allerdings auch nie vergeht“!

Seit über einem Vierteljahrhundert ist die Formation C-Moon schon in Regensburg aktiv und hat in dieser Zeit in losen Abständen mittlerweile drei Alben und eine EP in Eigenregie veröffentlicht. Zuletzt erschien 2016 ein Longplayer mit dem Titel „Revolution“ – Grund genug an dieses Album zu erinnern in unserer Reihe „Sound Report“. Schließlich ist die Band um Alexander Augustin (Bass), Christian Frimberger (Guitars), Marco Piazza (Drums) und Uli Scheller (Vocals, Keyboards) noch immer „live on stage“ aktiv, so im Herbst 2025 mit einem Konzert in Kelheim. Und die Musik von C-Moon gab’s zuletzt auch am 30. Januar zu erleben, bei der „Glowing Tubes Session #1“ zusammen mit Feathers’n’Fray in der „No7 Bar“ in Regensburg. Und Songs von „Revolution“ sind da noch immer in der Setlist. Hier die Kritik zu „Revolution“ aus dem Erscheinungsjahr:

C-Moon brauchten sage und schreibe stolze zwölf Jahre für dieses neue Album, damit sogar ein Jahr mehr als Guns N Roses, und es trägt einen nicht ganz so originellen Namen wie „Chinese Democracy“, aber kündigt nicht weniger tiefstapelnd gleich eine „Revolution“ an. Im eigenen Kellerstudio wurden zehn neue und zwei alte Songs ausgefeilt und Album-tauglich gemacht. Dass sich sowas bei voller Berufstätigkeit ziehen kann, ist nichts Neues. Aber gut Ding will schließlich Weile haben. Zu hören gibts klassische Pop-Rock-Musik mit reichlich Schnörkeln. Ob der Chor auf „Queen Of The Hill“, die elektronischen Einsprengsel „No Need To Run“ oder dem Opener „City Of Lights“ oder die geschickt platzierten Keyboards auf dem gesamten Album. Man hört dem Song-Material die Feinarbeit und das Getüftel durchweg an und trotzdem schiebt das Ganze trotz der Verzierungen hier und da richtig schön. Der Brit-Pop-Vergleich will mir nicht ganz einleuchten, höre ich doch eher eine Orientierung am Sound von Stadiongrößen wie U2 oder Bon Jovi (jawohl, ich schäme mich nicht zu sagen: die waren auch mal irgendwie gut!) heraus und auch die Stimmfarbe von Keyboarder und Sänger Uli Scheller erinnert irgendwie an den guten alten Bono. Eine musikalische „Revolution“ darf auch hier nicht erwartet werden, aber wer will das schon, wenn er stattdessen ein mit solcher Hingabe produziertes, treibendes Rock-Album in den Händen halten kann. Da kann die Revolution dann auch mal warten… Sehr gut gemacht! Und das gilt auch für die Formate, denn das neue Werk gibt’s nicht als „körperliche“ CD, sondern als Download bei I-tunes & co, aber auch als USB-Armband (als mp3 und fnac-Version). Gustl Augustin erklärt: „Wir hatten die Erfahrung gemacht, dass viele bereits keine Abspielmöglichkeit für CDs mehr haben, da sie keinen CD-Player mehr besitzen und auch viele Rechner keine CD-Laufwerke mehr. Deshalb haben wir diesen Schritt gemacht, und für denjenigen, der eine CD haben will, der kann sie im Selbstbau erstellen. Auf dem Stick findet man das Cover zum Drucken und die Wavedateien zum selber Brennen.“ (Eigenverlag) HL

Mehr Infos unter:  www.c-moon.de