Dass es in Deutschland mit Vanden Plas. Sieges Even, Secrecy usw. auch vorzügliche Progressive Metal Bands gab und gibt ist bekannt. Die mir bis dato unbekannten Assignment aus Gütersloh haben tatsächlich schon fünf Alben auf dem Buckel und veröffentlichen demnächst Album #6 „With the end comes silence“, das musikalisch genau in diese Kerbe schlägt und um einige Power Metal Passagen erweitert. Hier sollten dann alle Fans der vorher genannten Bands aber auch Dream Theater, Symphony X, Shadow Gallery oder Threshold schnellstens zugreifen. Man würde sonst eine famose Scheibe verpassen, geprägt von einem starken Sänger, tollen mehrstimmigen Refrains (man höre „Angel of Berlin), coole Bassläufe, fette Keyboard/Gitarrenriffduelle und einen vorzüglichen Drummer (Michael Kolar ex Almanac), der dank der wirklich gelungenen Eigenproduktion kein Stück künstlich daherkommt. Natürlich sollte man gutes Sitzfleisch besitzen, laufen die Songs doch locker fünf bis neun Minuten. Leider hat der letzte (Titelsong) kein Gitarrensolo abbekommen, was schade ist, wäre dies das Sahnehäubchen gewesen. In dem Zusammenhang sollte man dann auch auf den einzigen generellen Schwachpunkt der Scheibe hinweisen: Gitarrensoloarbeit, von der der Progressive Metal lebt und die ja nicht unbedingt super frickelig sein müssen. Aber hier gibt es leider nur drei, die mir im Gedächtnis blieben: „Angel of Berlin“, „The Curtain Falls“ (gastgespielt von Simone Mularoni von der italienischen Progressive Metal Band DGM) und der Bonus Track „Endlessly“ (stammt vom Vorgängeralbum „Reflections“ aber nun neu aufgenommen mit Inés Vera-Ortiz, bekannt von der 2025er Rock meets Classic Tour als Duettpartnerin). Das ist aber Jammern auf hohem Niveau, fühlte ich mich doch von den gut 66 Minuten perfekt unterhalten und nie gelangweilt. Sehr empfehlenswert und mir sechs Sterne wert. Sollte man haben. (Massacre) HJH
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