Mit dem warm pulsierenden Reggae-Groove von „Clean Living“ eröffnet Tempel sein neues Album. „Echo Park Donut“ klingt nicht weniger charmant und hypnotisch, geht fast ein wenig Richtung (Indie-)Yacht-Pop, ist aber eine Reflexion über eine gewalttätige Erfahrung, die er und seine Frau in der Nähe ihres Hauses im Echo Park in LA gemacht haben. Durch den Titelsong führt eine markant pluckernde Bassline, es hat Chöre und schillernde Gitarren. Tempel sinniert darüber, dass wir Tiere unter Tieren sind, die gleichermaßen von Instinkt und Zuneigung getrieben werden. Der lockere Groove von „Loose White Paper“ geht schon Richtung Jazz, vereint diesen mit dem Post-Rock von Real Estate. Man könnte noch weitere sieben Songs lang von dieser wunderbaren Platte schwärmen, die keinen einzigen Ausfall zu verzeichnen hat. (Cargo) HuSch
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https://youtu.be/78W560TmaHQ?si=RA-z-g-YmrBGRaG3


