Leider hat der kanadische Singer/Songwriter noch nicht die ihn gebührende weltweite Aufmerksam erreicht. Seit 17 Alben müht sich der Sechzigjähre nun schon, spielte mit Daniel Lanois, Mitchell Froom, Ane Brun, Tchad Blake und Bob Rock, Kollegen wie k.d. lang, Rod Stewart, Coldplay, Sarah McLachlan und Nick Lowe coverten seine Lieder. Der von Kollegen derart geadelte ist immer bescheiden geblieben, erzählt mit seiner ruhigen, unaufgeregten, sanften Stimme seine oft von persönlich erlebten geprägten Songs. „Dieses Album handelt von dem Kater, den ich nach den letzten Jahren der Pandemie und den Schicksalsschlägen, die uns getroffen haben, verspüre“, erklärt er selbst. „Hangover Terrace“ entfernt sich vom friedlichen, pastoralen Ton der letzten Veröffentlichungen und taucht in emotionales Terrain ein, das von persönlichen Verlusten, sich verändernden Freundschaften und einer veränderten Sicht auf die Welt geprägt ist. Der Folk-Pop schwelgt dazu lieblich mit Streichern, hüpft aber auch schon mal frivol aufgeregt über die Blumenwiese oder taucht in Blues-getränkten, atmosphärischen Rock ein. Mit dabei sind Ed Harcourt und Claes Bjorklund sowie Gitarrist Robbie McIntosh und der legendäre Produzent Chris Kimsey. Eine besonders bedeutende Rolle spielte Nora Joy Stephens, eine aufstrebende Songwriterin aus Rons Heimatstadt Stratford, deren Stimme das Album mit einer ergreifenden Note abrundet. (Cooking Vinyl) HuSch
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https://youtu.be/kOER_NiYZoY?si=sfekJsr8risXtRRY