Mit ihrem fünften Album beweist die Band HAUK einmal mehr, dass sie in der Österreich-Musikszene tief verankert ist. Mr. Hauk und seine Freunde Axel Manfredini am Schlagzeug, Tino Klissenbauer am Akkordeon und Martin Schmid am Bass, sorgen für ein abwechslungsreiches und detailreiches Ausrufezeichen zeitgenössischer Dialektmusik. Der Opener „I geh viere“ ist mehr als ein Song – er ist ein Statement. Mit stampfendem Rhythmus, einem Refrain, der sich sofort im Ohr festsetzt, und einer Botschaft, die Mut macht: Hindernisse sind da, um überwunden zu werden. Die Band spielt sich hier nicht nur warm, sondern brennt direkt los, als wolle sie die Welt ein Stück heller machen. Das Album selbst ist ein vielschichtiges Klangbild: mal verträumt, mal stürmisch, mal leise und dann wieder voller Wucht. Die zwölf Tracks langweilen nicht, da ist musikalisch immer etwas los. Besonders auffällig ist die ehrliche Sprache – kein Pathos, kein Kitsch, sondern klare Worte, die berühren. Musikalisch bleibt HAUK sich treu: handgemacht, kraftvoll, melodisch, mit einem Gespür für Dynamik und Atmosphäre. Die Arrangements sind durchdacht, aber nie überladen – knackig und abwechslungsreich. (hauk) HuGe
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