altemaelze

Abundant Shores

Anthropods

Interessanter Klangkosmos!

Aufmerksamen Lesern meiner Rezensionen könnte der Name ANTHROPODS ein Begriff sein, hatte ich schon deren selbstbetiteltes Debütalbum vor drei Jahren besprochen. Mit „Abundant Shores“ meldet sich das Quintett des in Wien lebenden amerikanischen Schlagzeugers und Komponisten Mark Holub (LED BIB, BLUEBLUT) zurück. Unter Mitwirkung von Clemens Sainitzer (cello), Irene Kepl (vi), Susanna Gartmayer (bcl) und Jakob Gnigler (ts) entstand in zweijähriger Arbeit eine achtteilige Suite, in der Improvisation und Komposition eins sind. Die auskomponierte Grundstruktur wird ständig aufgebrochen, angereichert, hinterfragt… und die Improvisation macht auch vorm Sound nicht Halt: Free Jazz-Ausbrüche wechseln sich nahtlos mit meditativen Klangbögen ab, straighte Metren folgen auf freies Schlagzeug, Schönheit trifft auf expressive Eruptionen – und in Part 7 wird’s beinahe schon jazz-rockig. Wie schon das Debütalbum ist „Abundant Shores“ kein Mal-so-nebenbei-Release – und wie die erste Veröffentlichung lohnt sich die „Auseinandersetzung“ mit ANTHROPODS‘ Klangkosmos wirklich. Empfehlung! (Klanggalerie) TheRealPal

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