altemaelze

Hell, Fire And Damnation

Saxon

Die britische Metal-Institution strotzt hier nur so vor Energie!

Mit „Hell, Fire And Damnation“ erscheint das 24. Studioalbum der britischen Hardrocker, und das erste im neuen Line-Up mit Brian Tatler als Gitarristen. Und natürlich sind die Erwartungen auch hoch für das neue Saxon Album, wenn schon der berühmte, englische Schauspieler Brian Blessed die Proklamation des ersten Tracks „The Prophecy” übernimmt. Und diese Erwartungen erweisen sich als gerechtfertigt: Saxon übertreffen sich selbst auf diesem Longplayer mit zehn neuen Tracks mit dem eindrucksvollen Album-Titel. Biff Byford erinnert sich schmunzelnd daran, warum er ‚Hell, Fire And Damnation‘ als Titel gewählt hat: „Als ich ein kleiner Junge war, hat mein Vater das immer gesagt hat, wenn er wütend war: ‘Hell, fire, and damnation, what’s tha’ been doing now?!‘ – immer dann, wenn ich irgendeinen Mist gebaut habe, wie zum Beispiel Motive in den Küchentisch geschnitzt habe. Der Spruch war sehr ‘Yorkshire’ in diesen Tagen.” Und dieser Track ist ein amtlicher British Heavy Metal Klassiker, der in der Gegenüberstellung Gut und Böse untersucht. „Es gibt viel Musik über die Hölle, den Teufel und das Okkulte. Ich wollte einfach über den Kampf eines jeden zwischen dem Guten und dem Bösen schreiben. Du kannst nicht über den Teufel singen ohne auf die gute Person auf der anderen Seite einzugehen und dieser Song sagt dir einfach ‚triff deine Wahl‘. Wir alle müssen unsere Entscheidung treffen, ob wir gut oder böse sind. Der Song handelt von dem inneren Kampf.so Biff dazu. Hell, Fire And Damnation ist ein Album, in dem Saxon inmitten der neuen Songs durch die Zeiten der Historie und deren Geheimnisse reist und dabei mit Zuversicht und Donner abliefert. Biffs Stimme ist großartig, die beste in Jahren, Nigel Glockler und Nibbs Carter geben den bombastischen Rhythmus mit einer grenzenlosen Power vor und die Gitarren von Doug Scarratt und Brian Tatler sind frisch und feurig und unterstützen sich gegenseitig mit einer unglaublichen Energie, da dürfte den Fans der Mund offen stehen bleiben. Saxon bringt alles auf den Tisch bzw. in die Gehörgänge, was es braucht: ein Tribut an den Heavy Metal mit „Fire And Steel”, ein wundervoller Gruß an die Entstehung des NWOBHM’s mit „Pirates Of The Airwaves”, aber vielleicht ist das Juwel von allen „There’s Something In Roswell” mit einem umfangreichen Groove, der alle umarmt, die den Song live hören werden.

Produziert von Andy Sneap (Judas Priest, Exodus, Accept) und Biff Byford, gemixt und gemastert von Sneap ist “Hell, Fire And Damnation” das Absolute: vertraut, mit unglaublicher Power und ruhmreicher Respektlosigkeit biegt es den New Wave Of British Heavy Metal- Muskel, den Saxon miterfunden hat. „Meiner Meinung nach ist dieses Album vom Sound her das Beste, das wir bis jetzt produziert haben und Andy hat bereits eine Menge Alben gemacht” erklärt Biff. “Es hat einen dynamischen, rauen Sound und wenn ich die Zeit eng zusammenfasse, hat es maximal vier Wochen gedauert … alles ist brilliant zu hören, nichts ist zu kompliziert, nichts zusammengestaucht. Die Gitarren hören sich riesig an, einfach großartig. Wir haben kaum overdubbing gemacht, einfach nur gespielt. I really, really like it.” Und da kann man ihm nur zustimmen! (Silver Lining Music) P.Ro

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