Zwölf Jahre nach ihrem letzten Studioalbum melden sich Asia zurück. Von der einstigen Supergroup ist lediglich Keyboarder Geoff Downes übrig geblieben, womit sich die Frage stellt, wie viel Asia hier überhaupt noch drinsteckt. Neuzugang Harry Whitley erinnert stimmlich immerhin an den verstorbenen John Wetton, ansonsten regiert weitgehend glattgebügelter Prog-Rock-Mainstream. Mächtige Keyboards, pathetische Refrains und ausladende Gitarrensoli sollen offenbar darüber hinwegtäuschen, dass es den Songs an wirklich guten Ideen mangelt. Schon der Opener gerät zur regelrechten Zumutung, und auch danach wird es nur unwesentlich besser. Allenfalls die Balladen gehen einigermaßen in Ordnung, während die vermeintlich progressiven Passagen selten über routiniertes Handwerk hinauskommen. Dass hier ausgezeichnete Musiker am Werk sind, steht außer Frage. Nur fällt ihnen erschreckend wenig ein. Eine Platte, die vor allem demonstriert, wie langweilig Progressive Rock sein kann, wenn man ihm sämtliche Ecken und Kanten abschleift. (Frontiers) HuSch
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