Wenn sich namhafte Künstler auch nach Jahren noch an jene erinnern, die mitgeholfen haben, dass sie zu dem wurden was sie heute sind, die ihnen eine oftmals erste Bühne boten, um eine Plattform für ihre Fans zu erarbeiten, dann ist das den allergrößten Respekt wert. In den 1990ern gab es mal eine Aktion, bei der Bands/Interpreten Patenschaften für jene Bühnen übernehmen sollten, zu denen ihre Wurzeln zurückreichten. „Fettes Brot“ sagten damals, wir spielen sowieso jedes Jahr einmal in dem Jugendzentrum, das ganz am Anfang an uns geglaubt hat. Die „Dichtis“ nutzten den Abend in der gut gefüllten Donau-Arena, um an ihre ersten Wurzeln in der kleinen (und niedrigen) „Alten Mälzerei“ zu erinnern, die ihnen halfen bei ihren Regensburger Fans Fuß zu fassen. Heute hätte die Kinderrutsche ihrer Bühnendeko schon Probleme gemacht, um nicht an der Mälzerei-Decke anzustoßen. Nichtsdestotrotz ist es ein feiner Zug der Niederbayern mit Berliner Wahlheimat, diese frühen Jahre und den Support nicht zu vergessen. Ebenso, wie sie den Abend und die Tour auch wieder nutzen, um (mit Selfies) Geld für wichtige Themen zu sammeln. Und zum Konzert: Sie sind authentisch geblieben! Unbequem! Direkt! Deftig auch – aber nicht derb böse, sondern immer inhaltlich reflektiert. Die Silbenreiter aus dem Plattlinger Umland brauchen keinen Sprachwurzelpreis, um die buchstäbliche Kurve zu kriegen – von ihren „Freunden aus der Bayerischen Staatsregierung“ schon zweimal nicht. Und übrigens – sie kommen wieder – im Sommer 2027 rocken sie das Schlossparkfestival in Schwarzenfeld am 31. Juli.




