Es ist schon eine Schande. Der laut Los Angeles Times „ finest rock songwriter after Dylan and the best electric guitarist since Hendrix” tritt in Deutschland im kommenden Frühjahr in drei kleinen Clubs auf und selbst in der einstigen Heimat kommen auch nicht mehr als vielleicht mal 1.500 Besucher zu seinen exzellenten Konzerten. Dabei begründete er schon in ganz jungen Jahren mit seiner Kapelle Fairport Convention den britischen Folk-Rock, schuf anschließend mit Ehefrau Linda bahnbrechende Alben und tanzt seit 30 Jahren als Solokünstler experimentell wie kreativ zwischen vielen Stühlen. Das 20. Studio-Album präsentiert eine bunte Schar von Charakteren: alte Freunde und falsche Gurus, geliebte Musiker und frühere Ichs, Hippies, Schläger und Helden – manche lebensnah, andere frei erfunden. Mit viel Herzblut werden diese Geschichten erzählt. Dazu gibt es wie immer beachtliche Kabinettstückchen auf der E- oder der Akustik-Gitarre. Insgesamt ein eher rockiges Werk, dass den Folk eher hinten anstehen lässt -und ein verdammt Gutes dazu. (Bertus) HuSch
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