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Return To The Red Planet

Rick Wakeman

Wie viele Tasten hat ein Klavier?

Rick Wakeman hat offenbar beschlossen, dass die musikalische Zeitrechnung irgendwann Mitte der Siebzigerjahre endete. Also türmt er wieder Hammondorgeln, Mellotrons und Synthesizer zu monumentalen Klanggebirgen auf, lässt seine Finger über die Tasten galoppieren und zelebriert den sinfonischen Progressive Rock mit einer Ernsthaftigkeit, als stünde die Mondlandung, pardon Marslandung unmittelbar bevor. Das ist handwerklich zweifellos beeindruckend, gelegentlich sogar mitreißend, vor allem aber hoffnungslos überladen und aus der Zeit gefallen. 1975 hätte man sich in diese musikalische Gigantomanie womöglich Hals über Kopf verliebt. Ein halbes Jahrhundert später bleibt vor allem nostalgische Zuneigung. Und die Erkenntnis, dass weniger manchmal tatsächlich mehr gewesen wäre. Da nützt es auch wenig, dass er sich zumindest von Hochkarätern wie Lee Pomeroy am Bass, Dave Colquhoun an der Gitarre und Mollie Marriott, Tochter von Steve Marriott, am Gesang unterstützen lässt und esoterischen wie pseudo-klassischen Firlefanz außer Acht lässt. Nett: „Bowie’s Vision“ ist eine Hommage an David Bowie, bei dessen „Life on Mars?“ Wakeman bekanntlich Klavier spielte. (Madfish) HuSch

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