Gleich vornweg: Nachtfalter ist generische Spartenmusik par excellence. Dark Wave aka Grufti Rock mit Anlehnung an Szene-Größen wie DAS ICH, Deine Lakaien oder Goethes Erben. Also jeder Nu Metaller, HipHopper oder K-Pop Freund kann hier aufhören zu lesen. Für diejenigen, die sich gerne weiße Farbe ins Antlitz pinseln und mit schwarzen Klamotten abends im ortansässigen Dark Rock Schuppen abhängen, sind Nachtfalter durchaus ein anregendes musikalisches Zwischenhäppchen – mal melancholisch schleppend, mal mit leichtem Punk-Rock Einschlag, mal mit einem wohligen Ohrwurmrefrain („Wie das Leben so spielt“) oder dann auch verspielt mit zarten experimentellen Sprengseln. Was mich als nicht Schwarze Szene-affiner Rezensent doch recht stark stört, ist der nervige Lindemann light Gesang mit dramatisch schwurbelnden Tiefgang-Texten. Aber chacun à son goût, wie wir Franzosen gerne sagen, und ich als aktuell Prog-Metal-Endorser muss mir das ja nicht geben. (Echozone) aha
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