„Osmo“, eine Kollaboration zwischen der Pianistin und Komponistin MAKIKO HIRABAYASHI und dem Perkussionisten TOMOO NAGAI, wurde durch den einzigartigen akustischen Raum des Onomoto-Auditoriums in den Bergen von Fukushima inspiriert. Die elf Kompositionen sind von persönlicher und kollektiver Erinnerung geprägt, insbesondere im Kontext der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe von 2011. HIRABAYASHI schrieb einige Stücke unmittelbar nach diesen Ereignissen, NAGAI erhielt Perkussionsinstrumente von einer Person, die bei der Katastrophe ums Leben kam. Die Albumtracks zeichnen sich durch eine Wechselwirkung zwischen Hirabayashis Klavier und Nagais Perkussionsinstrumenten aus, die aus der Umgebung stammen und eine eigene, unverwechselbare Resonanz erzeugen. Die Musik auf „Osmo“ verbindet die Klarheit des Jazzpianos mit Einflüssen klassischer Musik, östlicher Traditionen und nordischer Klangästhetik. NAGAIs Perkussion erweitert diesen Klangraum mit Geräuschen, Impulsen und Farben, die häufig eher an eine akustische Landschaft als an ein konventionelles Schlagzeug erinnern. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit bezeichnet der (begeisterte) Rezensent als „Ambient Jazz“, der völlig ohne Elektronik auskommt, jedoch deren Wirkung erzielt. Musik, bei der Pausen gleichberechtigt neben Klavier und Perkussion stehen und ein wichtiger Teil des Hörerlebnisses darstellen. Glasklar und transparent produziert, ansprechend im Digipak präsentiert – ein wunderbares Album! (Gateway Music) TheRealPal
******
******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal


