Das schwedische Quintett um die bockstarke Sängerin Ann-Sofie Hoyles veröffentlicht nach über sieben Jahren Stille mit „Crystal Eyes“ Album #4. Die richtig starke, fast schon old school mäßige Produktion tönt so richtig analog und passt somit perfekt zu der Classic Rock Musik, die auch mal gen 60er Jahre schielt. Aufgenommen wurde die Platte in dem renommierten Svenska Grammofonstudion in Götheborg. Musikalisch bewegen sich die zehn Songs in der Schnittmenge der Blues Pills, Pat Benater, Pretty Reckless, wenn es mal etwas härter zu geht: „Playing with Fire“ mit fettem Gitarrensolo z.B. oder Thundermother bzw. Gems bei der anderen recht rockigen Nummer „Heart of Stone“ mit ebenfalls tollem Solo, The Runaways und den Goo Goos. Wenn man diese Bands kennt, kann man sich auch vorstellen, wie sich der Gesang dann anhört. Zwei wunderbare Balladen „(Doomed To A) Life Of Misery“ (leicht angerockt mit Streichern und Kirchenglocken“) sowie das eher Folk lastige rein akustische „A little to late“, das auch auf einer Brandi Carlile CD stehen könnte, fallen aus dem musikalischen Korsett, genauso wie die Janis Joplin Gesangsgedächtnisnummer „Loser“ mit coolem Piano und 60er Jahre Rock n Roll Vibes, die die leider nur 36 Minuten lange Scheibe beschließt. Das ist dann auch der einzige Schwachpunkt: Sie ist viel zu kurz. Somit gibt es dann von meiner Seite sechs Sterne für das wirklich schöne Album, das natürlich nichts für beinharte Metal Fans ist. (Wild Kingdom) HJH
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