Manchmal muss Indie-Rock gar nichts neu erfinden. Die Kapelle aus London hat sich das zum Motto gewählt und machen auf ihrem zweiten Longplayer genau das, was Briten seit Jahrzehnten erstaunlich gut können: Gitarren schimmern lassen, Melancholie in große Refrains packen und dabei so klingen, als wäre 1998 nie wirklich vorbeigegangen. Starsailor und Travis stehen Pate, ein wenig Stereophonics steckt im Muskelspiel, gelegentlich lugen die frühen Coldplay um die Ecke. Das klingt ein wenig gestrig, aber die Songs zu gut gebaut, die Melodien einnehmend und die Produktion angenehm unaufdringlich. Keine Revolution also, aber eine sympathische Erinnerung daran, warum britischer Gitarrenpop einmal so groß war. (Little Big Horn Music) HuSch
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