Progrock mit Djent und Alternative Metal-Einflüssen aus Griechenland hab ich auch noch nicht so oft gehört. Das Quartett Mother of Millions mit seinem nunmehr fünften, klasse selbstproduzierten Album „T“, ich kannte sie bis dato nicht, geht jedenfalls in diese Richtung. Richtig hart wird es eher selten, Ausnahme „The Sun“, ein schöner über acht Minuten langes Monster aus ruhigem Beginn, das nach zwei Minuten aber mal so richtig vom Leder zieht. Cool der Frauenchor hier und der gesprochene Gedichtspart. Der Rest geht dann eher in Richtung Marillion, mit H am Mikro („The Circle“), ruhigere Architects, Halen, Leprous (nach deren Sänger sich der Gesang hier auch ziemlich anhört) oder Nightwish . Die Ballade „Death“ könnte so auch von Floor Jansen gesungen sein und lässt einen ja fast eine Träne vergießen so traurig wie die Nummer ist. Die öde Electro Pop Ballade „The Ascent“ ist zum Glück der einzige Ausfall der Scheibe. Der repetitive, monotone Enya Gesang ist echt öde und der Song kommt kaum vom Fleck. Da kann dann auch der eher flotte zweite Teil nichts retten. Mein Highlight ist das zweigeteilte, ineinander übergehende „As One“ und „The One“, das an abgefahrene Muse denken lässt. Hier passt auch die Violine richtig schön rein, die einem eher eine 30er Jahre Folklore Nummer in den Sinn kommen lässt. Gitarrentechnisch ist leider im Solo-Bereich nicht so viel geboten, aber unterm Strich vermisst man sie jetzt auch nicht. Dafür ist die Musik gut genug. Von meiner Seite gibt es mal fünf Sterne und den Tipp einfach mal reinzuhören, ob einem diese Mischung zusagt. (ViciSolum Productions) HJH
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