Die Australier Werewolves sind angetreten, um innerhalb von zehn Jahren zehn Alben zu veröffentlichen (oder sich umbringen, wenn es nicht klappt). Aktuell sind wir mit “You’re Weak And You Know You’re Weak” bei Album # 7 angelangt. Die 33 Minuten fast pures Death Metal Geschrote mit ansprechender Produktion sind nicht wirklich so schlimm wie in der Promozettelbeschreibung. Moronic und Caveman ist hier nichts. Gezockt wird halt extrem heftiger Death Metal mit leichten Grindcore-Anleihen, einem „Sänger“, der sich nicht nur anhört wie eine kaputte Klospülung, sondern auch mal fesch kreischt, faucht oder fast schon normalen Gesang an das Mikrofon bringt. Der Drummer holzt alles im DB Style platt. Blastbeat auf Blastbeat, Double Bass Drums auf Double Bass Drums bis die Boxen glühen. Leider ist an der Gitarrenfront eher Riffgeschiebe angesagt. Soli gibt es keine, aber wie auch die restlichen Instrumente, ist das schon technisch sehr fein gemacht. Wie man auf Marduk kommt als Vergleich kann ich eher nicht nachvollziehen. Nach Black Metal tönt hier eigentlich eher nichts. Wenn dann würde ich eher early Darkthrone nennen. Generell passt aber eher eine Band wie Incubus so als Vergleich. Abwechslung wird eher kleingeschrieben, so dass man fast das Gefühl hat einen 33 Minuten langen Song zu hören, der halt in neun Teile aufgeteilt wurde. Etwas aus der Reihe tanzen eigentlich nur drei Lieder: „Burn it to the ground“ mit einem kurzen ruhigen Mittelpart, die mit fünfeinhalb Minuten längste Nummer „We March“, die fast schon eine „Ballade“ darstellt im Vergleich zum Rest, mit dezenten Akustikparts, vielen n Stellen und grooviges á la Benediction, sowie der Titelsong, der frühere Slayer im Gepäck hat, einen VoiVod Gitarrenpart in der Mitte und auch hier den Groove ins Geprügel integriert. Somit gar nicht mal so schlechte Musikkunst, auch wenn ich hier eher Misery Index z.B. vorziehe. Viereinhalb Sterne kann man geben und wenn es etwas mehr Abwechslung oder mal ein Solo gegeben hätte, sogar einen halben Punkt mehr. Vielleicht ja dann in einem Jahr bei Album # 8. Wer weiß. (Back On Black) HJH
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