altemaelze

Munich City Lights

Viper Queen

Glam-Rock aus München

Mit „Munich City Lights“ (hat nichts mit der CD Sampler Reihe der 90er Jahre zu tun) erschien kürzlich das Debüt der Münchner Viper Queen. Das recht gut produzierte Werk sollte allen Freunden des gepflegten Sleaze/Glam Hard Rocks mit ein paar Anleihen im 80er Jahre Metal gefallen, die ein Herz haben für Bands wie Steel Panther, Night Laser, Dokken, WASP, Poison (beim Debüt) oder auch Ratt nur eine Qualitätsstufe tiefer. Wer sich noch an ‚Zweite Reihe Combos‘ wie D’Molls oder Tigertailz erinnern kann, weiß in etwa, was ich beim Anhören der 33 Minuten (abzüglich zwei Minuten Instrumentalgeplänkel) meine. Tatsächlich Balladen frei ist mein Highlight ganz klar das echt gute Gitarrenspiel mit einigen fein runtergezockten Soli. Auch der pumpende Bass überzeugt, was man von dem pappig künstlichen Drums (hier fehlt der richtige Punch) und auch vom eher laschen Gesang (hier fehlen Schmutz und Härte) eher nicht sagen kann. Vor allem die eher Richtung WASP Mitte der 80er Jahre schielenden beiden Nummern „Call of the Viper“ (knackig flott) und dem Fünf-Minüter „Black Thunder“ wissen dennoch zu gefallen und wären meine beiden einzigen richtigen Anspieltipps. „So Evil“ als klassischer, fast Judas Priest Metal mit schönem Kreischer am Schluss ist auch noch auf der Haben Seite zu verbuche. Der Rest ist echt nett, aber nichts, was ich nun unbedingt für meine CD Sammlung brauchen würde. Somit reicht es leider nur zu vier Sternen und dem Hinweis, dass das Album so schlecht, wie se im aktuellen Rock Hard besprochen wurde (mit 4,5 von 10) dann noch nicht ist. (Pride & Joy Music) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal