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I Build You A Tower

Death Cab for Cutie

Beständiges aus den USA

Melancholie kann ganz schön anstrengend sein. Nicht so bei Death Cab for Cutie, die seit mehr als 25 Jahren die Kunst beherrschen, traurige Geschichten in wunderschöne Melodien zu verpacken. Auch auf ihrem elften Studioalbum beschäftigt sich Ben Gibbard mit Verlust, Trennung und der schwierigen Kunst des Loslassens. Dabei klingt die Band keineswegs resigniert, sondern stellenweise erstaunlich energiegeladen. Produzent John Congleton verleiht den elf Songs einen angenehm direkten, gelegentlich überraschend rauen Klang. Zwischen filigranen Gitarren, melancholischen Melodien und Gibbards charakteristisch zerbrechlicher Stimme finden sich immer wieder energische Ausbrüche. „Punching the Flowers“ zeigt die Band von ihrer kantigeren Seite, während „Riptides“ mit seiner eindringlichen Melodie und einem beinahe hypnotischen Rhythmus überzeugt. Death Cab for Cutie gehören zu jenen seltenen Bands, die seit Jahrzehnten auf bemerkenswert hohem Niveau musizieren, ohne dabei ihre unverwechselbare Handschrift zu verlieren. Diese Kapelle muss niemandem mehr etwas beweisen, schon gar nicht sich selbst. Die Melodien sitzen, die Arrangements überzeugen und die melancholischen Zwischentöne verfehlen ihre Wirkung nicht. Große Überraschungen bleiben zwar aus, aber wen stört das schon bei einer Band, die offenbar gar nicht weiß, wie man ein schlechtes Album macht? (Anti) HuSch

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