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Regensburger Almanach 2026

Hrsg. Carola Kupfer

Hardcover, 1. Aufl., MZ-Buchverlag, 192 Seiten, 29.90 Euro
Vom Bruckmandl zum Brückenschlag: Regensburg verbindet – der „Regensburger Almanach 2026“ blickt hinter die historischen Fassaden und zeigt, was die Stadt jenseits ihrer berühmten Bauwerke lebendig macht.

Brücken gehören zu Regensburg wie der Dom, die Steinerne Brücke und das Bruckmandl. Die neue Ausgabe des Almanach richtet den Blick auf Menschen, Ideen und Initiativen, die das gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben der Stadt prägen.

Herausgeberin Carola Kupfer versammelt Geschichten aus einer Stadtgesellschaft, die sich nicht allein über ihre reiche Vergangenheit definiert. Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeiten, Kunstschaffende, Forschende und engagierte Menschen, die Gewohntes hinterfragen, neue Wege beschreiten und Verbindungen schaffen – innerhalb Regensburgs ebenso wie über die Stadtgrenzen hinaus.

So werden in den vierzig Beiträgen unterschiedliche Aspekte des Brückenbaus betrachtet, angefangen von geplanten Brückenschlägen, die zum Glück nie verwirklicht wurden oder den schwierigen Planungen für neue Querungen über die Flüsse. Von Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Technik, die durch ihr Verhalten neue Beziehungen schaffen, ebenso Beispiele aus dem sozialen Umfeld und natürlich Nachrufe auf verdiente verstorbene Bürger der Stadt. Und eine Geschichte aus einer Kindheit auf der „anderen“ Seite der Brücke, aus Stadtamhof nämlich, die einen ganz eigenen Blick auf den Stadtteil wirft. Gerade darin liegt der Reiz dieses Jahrbuchs: Regensburg erscheint nicht als museale Kulisse, die sich mit ihren historischen Schätzen zufriedengibt, sondern als lebendige Stadt, deren Zukunft von Menschen gestaltet wird. Der Titel schlägt dabei eine gelungene gedankliche Brücke zwischen dem vertrauten Wahrzeichen und einer gesellschaftlichen Idee, die heute wichtiger denn je ist: miteinander ins Gespräch zu kommen, unterschiedliche Perspektiven auszuhalten und gemeinsame Wege zu finden.

Auf den rund 200 Seiten entfaltet sich so ein facettenreiches Bild Regensburgs, das Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Wer die Stadt nicht nur als Tourist oder durch ihre Postkartenmotive kennenlernen möchte, sondern wissen will, welche Menschen und Ideen sie tatsächlich bewegen, findet hier reichlich Anregung.

Fazit: Der Regensburger Almanach 2026 setzt auf ein Thema, das Tradition und Gegenwart überzeugend zusammenführt. „Vom Bruckmandl zum Brückenschlag“ ist eine Einladung, Regensburg mit offenen Augen zu entdecken – und zu erkennen, dass die wichtigsten Verbindungen einer Stadt nicht immer aus Stein gebaut sind.