Das Projekt Sunflower bringt drei generationenübergreifende Musiker zusammen: die Singer‑Songwriterin Amelie Spinks, den Bassisten River Adomeit und den Schlagzeuger und Komponisten Joost Lijbaart. Was für eine Entdeckung! Das Album „Sunflower: Love Letters“ hat mich ab dem ersten Takt in seinen Bann gezogen. Was dieses Werk so besonders macht, ist das außergewöhnliche Amalgam von Folk und Jazz. Dass hier Drummer Joost Lijbaart als Bandleader die Fäden in der Hand hält, spürt man in jeder Sekunde: Die Rhythmusarbeit ist das pulsierende, feinsinnige Rückgrat der Songs. Statt sich in den Vordergrund zu drängen, treibt er das Geschehen mit unglaublicher Eleganz und rhythmischer Raffinesse voran. Hier verschmelzen zwei Welten auf eine so organische Weise, dass man das Gefühl hat, ein neues Genre zu betreten. Über allem schwebt die betörende Stimme von Amalie Spinks. Sie singt nicht nur, sie erzählt Geschichten mit einer emotionalen Dringlichkeit und einer stimmlichen Eleganz, die Gänsehaut garantiert. Ihre Performance zieht einen förmlich in die Songs hinein. Die Folk-Jazzer können aber auch Gaudi machen, Track # 7 klingt völlig anders, macht ganz schön Spaß und ist sogar tanzbar.
Ein absolutes Highlight für jeden Musikliebhaber ist zudem die sehr gute Aufnahmequalität. Der Klang dieser CD ist erstklassig: Die Produktion ist extrem transparent, lebendig und plastisch. Jedes Instrument steht felsenfest an seinem Platz im Raum, die Dynamik ist atemberaubend und Analytik weicht hier einer warmen, greifbaren Musikalität. Man hört das feine Zupfen der Saiten, das sanfte Atmen der Künstlerin und das präzise Ausschwingen der Becken so hautnah, als stünde die Band direkt im eigenen Wohnzimmer. Für mich schon jetzt ein zeitloser Klassiker und eine absolute Kaufempfehlung für alle, die handgemachte Musik auf höchstem klanglichen Niveau schätzen. (Buzz) HuGe
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