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25 – Best Of

Laith Al-Deen

Ein Vierteljahrhundert Pop mit Gefühl und neuen Klangfarben

Manche Songs überdauern den Zeitgeist, weil sie mehr sind als bloße Hits. „Bilder von dir“ ist so ein Stück. Als Laith Al-Deen den Song im Jahr 2000 veröffentlichte, begann eine Erfolgsgeschichte, die ihn zu einer der markantesten Stimmen des deutschsprachigen Pop machte. Mehr als 25 Jahre später ist der Titel noch immer eng mit seinem Namen verbunden. Mit „25 – Best Of“ blickt der Sänger nun auf seine Karriere zurück – allerdings nicht mit einer gewöhnlichen Werkschau, sondern mit einem musikalischen Neustart.

15 Songs aus unterschiedlichen Schaffensphasen hat Al-Deen ausgewählt und gemeinsam mit seiner Band, Streichern, Bläsern und langjährigen Weggefährten komplett neu eingespielt. Dabei geht es nicht darum, die Originale möglichst detailgetreu nachzubilden. Vielmehr erhalten die vertrauten Stücke ein neues klangliches Gewand, das von der gewachsenen Erfahrung des Sängers profitiert. Mal setzen die Arrangements auf orchestrale Größe, mal auf eine bewusst reduzierte Instrumentierung. Das Ergebnis wirkt warm, organisch und zeitgemäß. Neben „Bilder von dir“ dürfen natürlich weitere Klassiker wie „Dein Lied“ und „Keine wie du“ nicht fehlen. Auch Fan-Favoriten wie „Die Farbe deiner Stimme“ und „Paket Hoffnung“ finden ihren Platz. Gerade bei diesen Neuinterpretationen zeigt sich, wie viel musikalisches Potenzial in den Songs steckt, wenn man ihnen genügend Raum lässt. Al-Deens Stimme klingt dabei gereift und souverän. Statt die großen Gefühle seiner frühen Hits einfach zu reproduzieren, verleiht er ihnen die Ruhe und Tiefe eines Künstlers, der inzwischen auf ein Vierteljahrhundert Bühnenerfahrung zurückblicken kann.

Im Mittelpunkt steht dennoch immer die Substanz der Songs. Die neuen Arrangements sollen nicht überdecken, was die Originale auszeichnet, sondern deren emotionale Wirkung aus einer anderen Perspektive beleuchten. Das gelingt vor allem dort, wo die Instrumentierung den Melodien Luft lässt und Al-Deens Gesang die nötige Präsenz behält. Natürlich stellt sich bei einem solchen Projekt die Frage, ob Neuaufnahmen geliebter Klassiker tatsächlich einen Mehrwert bieten. Nicht jede Veränderung muss zwangsläufig eine Verbesserung sein. Doch „25 – Best Of“ versteht sich weniger als Konkurrenz zu den Originalen denn als eigenständiger Blick auf ein gewachsenes Repertoire. So wird dieses Jubiläumsalbum weder zur reinen Nostalgieveranstaltung noch zur routinierten Best-of-Sammlung. Es schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart und zeigt, dass gute Songs nicht an eine bestimmte Produktionsästhetik gebunden sind. Laith Al-Deen feiert seine musikalische Geschichte, ohne sich in ihr einzurichten. „25 – Best Of“ ist damit ein stimmiges Resümee einer Karriere, die auf Emotion, Melodie und einer unverwechselbaren Stimme gründet – und zugleich ein Beleg dafür, dass diese Qualitäten auch nach 25 Jahren nichts von ihrer Wirkung verloren haben. (Edel/earMUSIC) P.Ro

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