Nach dem vielgelobten Debüt „Breainteaser“ (2022) veröffentlicht das dreizehnköpfige BRAINTEASER ORCHESTRA um den niederländischen Komponisten und Dirigenten Tyn Wybenga mit „Tonepool Paradox“ sein zweites Album, das als Auftragskomposition zum 50-jährigen Bestehen des Amsterdamer BIMHUIS entstand. Wybengas kompositorischer Ansatz bricht mit den Konventionen der Big-Band-Tradition und kombiniert Elemente aus Jazz, Elektronik und zeitgenössischer Klassik – schon der erste der acht Albumtracks erinnert den Rezensenten eher an NY-Avantgarde-Fusion á la JOHN ZORN – von angestaubten Big Band-Klischees nicht die geringste Spur. Die 13 ORCHESTRA-Mitglieder plus vier Gastmusiker werfen sich die solistischen und stilistischen Bälle zu, als wenn’s überhaupt nix wäre – der Hörer findet bei all den (absolut stimmigen) Wechseln kaum Zeit, sich einzugrooven – aber von Chaos keine Spur, das Ding ist bis ins kleinste durchorganisiert – eben doch eine Big Band. Ein Album, an dem man lange Freude hat, ständig gibt es Neuentdeckungen – the devil is in the detail. Future Jazz (unter anderem…) wie er sein soll – großartig! (Enja) TheRealPal
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