Der britische Saxofonist Sam Newbould lebt schon länger in Amsterdam – und genauso wenig eindeutig wie seine Adresse klingt auch seine Musik. „One Day We’ll Have A Window“ ist Jazz, aber einer, der ständig neugierig über den Gartenzaun schaut. Melodische Bläsersätze treffen auf mal vertrackte, mal repetitive Rhythmen, freie Passagen und überraschend eingängige Momente. Man hört etwas Charles Mingus, den Abenteuergeist eines Don Cherry, aber ebenso die verspielte britische Schule um Polar Bear oder Get The Blessing. Newboulds Quintett – Xavi Torres am Klavier und an den Synthesizern, Jort Terwijn am Kontrabass, Guy Salamon am Schlagzeug und Bernard van Rossum am Tenorsaxophon- kann herrlich rumpeln und kurz darauf wunderschön schweben. Jazz für Leute, die Virtuosität mögen, aber keine Lust darauf haben, dass ihnen ständig jemand beweist, wie virtuos er ist. (Dox Records) HuSch
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https://youtu.be/0Y2orIHTae8?si=Ey_SN98wt_aMd-4-


