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The Devil and the Deep Blue Sea

3 Dayz Whizkey

Das Oktober-Album für den „Sound Report“

Mit 3 Dayz Whizkey wurde er bekannt, vor zehn Jahren startete er mit seiner Electric Band – der Sänger & Gitarrist T.G. Copperfield aus der Oberpfalz. Nachdem er Anfang 2017 sein erstes selbst betiteltes Solo-Album „Copperfield“ veröffentlichte, hat er inzwischen das Dutzend voll mit seinen Veröffentlichungen unter diesem Label, und jetzt kommt im Herbst mit „Super Raw 13“ ein neuer Longplayer – bereits Album #13, rechnet man die sieben Alben seiner ersten Band 3 Dayz Whizkey mit dazu, sind das dann aktuell sogar 20 Scheiben. Deshalb geht’s für den „Sound-Report“ im Oktober zurück zu seinen Anfängen, zum Debut von 3 Dayz Whizkey von 2012 mit „The Devil and the Deep Blue Sea“.

Zwischen Höllenfeuer und tiefblauem Wasser liegt bei 3 Dayz Whizkey vor allem eines: dreckiger, handgemachter Bluesrock. Mit The Devil and the Deep Blue Sea legte das aus der Oberpfalz stammende Trio 2012 ein Album vor, das seine musikalischen Wurzeln tief im amerikanischen Süden verankert, dabei aber deutlich die Handschrift einer deutschen Bluesrockband trägt, mit eigenen Songs und zwei Covern.

Bereits der Titel ist Programm. Hier geht es nicht um glattpolierten Blues für den gepflegten Hintergrund, sondern um Musik mit Ecken, Kanten und ordentlich Staub auf den Saiten. Gitarrist und Sänger T.G. Copperfield, Bassist Big Tony und Little Chris (Schlagzeug). Auffällig ist vor allem die Gitarrenarbeit: Mal bluesig zurückgenommen, mal riffbetont und rau, entwickelt sie eine angenehme Unmittelbarkeit. Copperfields Gesang passt perfekt dazu – nicht geschniegelt, sondern rau und charaktervoll. Gerade diese kleinen Unsauberkeiten machen den Reiz der Platte aus. The Devil and the Deep Blue Sea klingt nach Club, Bühne und Verstärker und weniger nach steriler Studioproduktion.

Die Songs leben von klassischen Bluesrock-Mustern, ohne sich vollständig darin einzurichten. Langsame Nummern sorgen für die nötigen Kontraste zu den treibenderen Stücken, während immer wieder Southern-Rock-Einflüsse durchscheinen. Das Trio beweist dabei ein gutes Gespür für Dynamik und lässt den Songs genügend Raum, statt sie mit überflüssigen Arrangements zu überladen. Was dem Album gelegentlich fehlt, ist die ganz große stilistische Überraschung. 3 Dayz Whizkey erfinden den Bluesrock nicht neu. Dafür spielen sie ihn mit spürbarer Überzeugung und einer Authentizität, die vielen Hochglanzproduktionen des Genres abgeht.

The Devil and the Deep Blue Sea ist damit vor allem ein Album für Freunde des klassischen, schnörkellosen Bluesrocks. Eine Platte, die nicht um Aufmerksamkeit bittet, sondern sie sich mit groovenden Riffs, rauem Gesang und ordentlich Blues im Blut nimmt. Und sie zeigt bereits 2012, warum 3 Dayz Whizkey in der deutschen Bluesrock-Szene mehr waren als nur ein weiterer Vertreter des Genres. Und gleichzeitig ist dieses Album der Start für die Karriere von T.G. Copperfield, der im Oktober mit „Super raw 13“ erneut ein neues Werk veröffentlicht. Dazu schreibt das Magazin „GoodTimes“ zurecht: „Was er in den letzten Jahren an Alben herausgehämmert hat, ist schon beachtlich. Entscheidender ist dabei aber, dass darunter keinerlei akustische Ausschussware zu hören war und ist, sondern Top-Qualität am Fließband.“ (Timezone Records)