altemaelze

The Catalyst

Amaranthe

Austauschbare Songs – nicht wirklich gut tönende Pampe!

Album #7 „The Catalyst“ der Schweden Amaranthe um Sängerin Elize Ryd hört sich genauso an wie der (bessere) Vorgänger „The Manifest“ und man könnte prinzipiell das gleiche Review wieder schreiben und nur die Songtitel austauschen. Man nehme einen Mixer und werfe hier A*Teens, Ace of Base, Roxette, Sia, einen Hauch Death Metal (Growlgesang), Scooter, grausige 08/15-Gitarrensoli und etwas bollernde Drums hinein. Mische das alles gut und lange durch und schon hat man eine nicht wirklich gut schmeckende Pampe, die näher an Pop Musik als an Modern Metal zu verorten ist. Die zwölf Songs hören sich alle ziemlich ähnlich an (nur „Damnation Flame“ ist von der Ausrichtung her etwas ruppiger und schielt zumindest ein bisschen in den Melodic Death Metal Bereich), überall pluckert und fiept es fast durchgehend. Der Wechselgesang von Elize und Nils ist gut, die Hooks und melodischen Refrains sitzen perfekt wie die Haare mit ‚3 Wetter Taft‘. Die Growls sind eher mau und unnötig. Nachdem die Songs alle nur maximal drei Minuten lang sind, sind auch die Gitarren unterbeschäftigt und glänzen dann nicht gerade mit ihren paar Sekunden langen Soli. Beim Drumsound würde Neudi vermutlich schreiend davon laufen und eigentlich reißt man die CD spätestens nach dem zweiten Song aus dem CD Player und wirft sie aus dem Fenster. Tut man natürlich nicht, da schlecht für die Umwelt, und man würde zudem die wirkliche fantastische Ballade „Stay a little while“ mit Piano, Streichern (aus dem Rechner), tollem fast schon Musicalgesang, und einem wirklich starken Gitarrensolo, verpassen. Hier gibt es „Natur“ pur und keinen Electro/Technoquark. Mehr Songs in der Art und das Ganze würde viel besser klingen. Gastmusiker bzw. Sänger gibt es diesmal nicht wie mir scheint, dafür kann sich die Produktion von Jacob Hansen mal wieder hören lassen, sofern man auf so Modernes steht. Wem Metalite oder Beast in Black zu hart sind, der greift hier zu. Allen anderen lieber Finger weg oder erst mal reinhören. Der Fan schnappt sich hier eh die 2 CD Box, denn hier gibt es ein recht gut umgesetztes „Fading like a Flower“ Cover des Roxette Hits und drei Songs in einer Akustik bzw. Orchesterversion, die mir nicht vorlagen. Drei Sterne sollten hier angemessen sein, zumindest für meinen Musikgeschmack und somit nichts, was ich mir nochmal in den Player schieben würde. (Nuclear Blast) HJH

***

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal