altemaelze

Continually Becoming

Jessie Monk

Da wird Folk, Jazz und Indie zu etwas Eigenem vermischt, das leichter klingt als es ist!

Bisweilen grausam ging 2023 leider ja zu Ende, deshalb hier für’s neue Jahr ein sanfter Start. Mit besagt sanfter, glockenklarer, sehr liebevoller Stimme berichtet uns eine Singer/Songwriterin aus Australien über die Reise zu sich selbst, das Erwachsenwerden bis hin zum finalen Ende, dem Tod. Diese Texte von Jessie Monk sind von einer tiefen Spiritualität geprägt, vielleicht ein Resultat ihrer Kindheit im Gebiet des indigenen Gunaikurnai-Volksim südöstlichen Teil Australiens. Zart werden diese Geschichten von Geigen, Flöten, Cello und viel akustischer Gitarre eingehegt, man hört die Saiten auf dem Griffbrett vibrieren. Ein Vergleich drängt sich förmlich auf und das ist die große Kanadierin Joni Mitchell. Aber auch die beiden Lauras, Nyro und Marling, Phoebe Bridgers und die frühe Edie Brickell (die ja aktuell die Elektronik für sich entdeckt hat) wollen genannt werden. So ist dieser Laurel Canyon-Folk auf „Continually Becoming“ ein wenig weltmusikalisch gefärbt, mit Bezügen zu Irland bis zu den Aborigines. Ein interessantes Debüt. (Pop-Up) HuSch

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