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The Zone of Interest

Regie: Jonathan Glazer

Film über die Banalität des Bösen und das Grauen des Holocausts.

Eindrucksvoll und mit scharfem Blick vermittelt Regisseur Jonathan Glazer in THE ZONE OF INTEREST die Banalität des Bösen und das Grauen des Holocausts, ohne es explizit zu zeigen. Glazer ließ sich für diesen Film von dem gleichnamigen Buch des verstorbenen Autoren Martin Amis inspirieren. Sein Film beleuchtet die Schrecken des Holocaust aus der Perspektive von Rudolf und Hedwig Höß, dem Kommandanten von Auschwitz und seiner Familie, die in ihrem Bilderbuchheim Mauer an Mauer mit dem Vernichtungslager ein äußerst privilegiertes Leben führen. Rudolf Höß wird portraitiert von Christian Friedel, in der Rolle von Höß‘ Frau Hedwig brilliert Sandra Hüller. Während der Roman jedoch auch auf das Grauen im Lager eingeht, zeigt der Film den Alltag im Zweiten Weltkrieg fast ausschließlich aus der Perspektive der Familie Höß. Wie Hedwig den Rosengarten pflegt, Besuch von ihrer Mutter erhält, die Kinder großzieht, für die Gäste ihres Mannes sorgt. Den Horror, das unvorstellbare Grauen bildet Glazer immer wieder ab über die donnernde, zischende, brachiale Tonspur (die Musik stammt von Mica Levi); über die Rauchschwaden; über Details, womit die Kinder spielen, was Höß beim Zubettgehen dem Nachwuchs vorliest, was Hedwig aus Pelzmänteln noch im versteckten Saum findet, was Rudolf beim Angeln im fließenden Wasser herausfischt.

Ein fünffach für Oscars nominierter Film über die Banalität des Bösen, läuft ab 29. Februar im Kino.

 

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Der neue Film von Josef Hader feierte Weltpremiere im Panorama der „Berlinale – Berlin International Film Festival“ – in’s Kino in Deutschland kommt der Film erst am 4. April, aber im Regensburger Garbo-Kino gibt’s eine Vorpremiere bereits am 17. März mit drei Vorstellungen (17.15 + 19.30 + 21.30 Uhr) und Josef Hader präsentiert persönlich seinen neuen Film in Regensburg.