altemaelze

Venera

Everdawn

Mix aus Symphonic- und Power-Metal

Wem mal wieder nach richtig starkem Symphonic Metal gepaart mit tollem Power Metal dürstet, wo die Sängerin eben nicht auf Dauer-“elsen“-Modus eingestellt ist (sondern neben fast schon Operngesang auch eine normale, extrem starke Singstimme ihr eigen nennt), die Produktion fett (Jacob Hansen kann auch gute Sachen) und die Gitarren braten, der höre in das zweite Album der US Band Everdawn mit den Titel „Venera“ rein. Hier trifft das alles nämlich zu. Balladenfrei (erstaunlich) bekommt der geneigte Hörer eine sehr feine Mischung aus Stratovarius, Sonata Arctica, Helloween, Amaranthe, Edenbridge oder auch Nightwish auf die Ohren. Double Bass Drums treiben die 62 Minuten lange Scheibe immer stetig voran, bei dem mein Highlight das irgendwie nach Gary Moore klingende „Truer Words ever spoken“ darstellt und mit fast 13 Minuten auch gleich mal der längste Track auf dem Album ist. Hier gibt es dann auch alles: Epische Soli mit Duellen von Gitarre und Keyboard, feinste akustische Gitarreneinsprengsel, die nach Flamenco „duften“, einen abgefahrenen Techno Part am Ende, klasse Bassspiel. Alles da. Auch alle anderen Songs fallen nicht ab, weshalb die Scheibe ihre starken sechs Sterne locker verdient hat. Sollte man habe, so wie ich, wenn man auf einen Großteil der erwähnten Bands steht. (Frontiers) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal