altemaelze

Inspiratio Profanus

Dimmu Borgir

Nur Covers!

Alben mit Cover-Songs sind in meinen Augen ja eher genauso überflüssig wie ‚Best of‘- Scheiben. Meistens werden diese aufgenommen bzw. veröffentlicht, um eine kreative Pause einzulegen oder entweder die Band oder die Zusammenarbeit mit einer Plattenfirma zu beenden. Im vorliegenden Fall trifft bei „Inspiratio Profanus“ von Dimmu Borgir letzteres zu, wechselt man doch nach 30 Jahren von Nuclear Blast zu Napalm. Als „Abschiedsgeschenk“ gibt es – für wen auch immer – eine Zusammenstellung aller bisher veröffentlichten(?) Cover Songs (= B-Seiten, Bonus Tracks), die eigentlich niemand braucht. Die 32 sehr teuren Minuten hat der Fan der Band eh schon im Schrank, es wurde zwar remastered (keine Ahnung, ob man das bemerkt), aber sonst verzichtete man darauf ein/zwei neue Songs noch hinzuzufügen. Der „normale“ Hörer kauft sich sowas eh nicht, da dem maximal die drei Cover von Accept, Deep Purple bzw. Twisted Sister zusagen könnten (sehr kompetent gecovert und vor allem „Metal Heart“ gefällt mir richtig gut) und er mit den eher rohen Black Metal-Versionen von Venom, Celtic Frost (gleicher Song in zwei Versionen) oder auch Bathory vermutlich nichts anfangen kann. Komplett aus dem Rahmen fällt das Cover von der EBM Band G.G.F.H, welches sich wie eine Kombi aus frühen Ministry trifft auf Black Metal anhört. Fazit: Keine Werung für diese Veröffentlichung, nicht für die Musik an sich. (Napalm) HJH

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