altemaelze

Vivid Black

Ektomorf

30 Jahre im Geschäft – das ist das 15. Studioalbum.

Auch schon 30 Jahre sind die Ungarn Ektomorf im Geschäft und haben mit den Anfang Dezember 2023 veröffentlichten neuen Album „Vivid Black“ jetzt auch schon 15 Studioalben im Gepäck. Ich hab die Band jetzt nie so wirklich aktiv verfolgt, auch wenn es sie irgendwann 2012 oder so im L.A. in Cham live gesehen hab (sie spielen da eigentlich immer wenn sie auf Tour sind, so wie auch heuer wieder am 8.3.2024). Somit kann ich jetzt nicht beurteilen in welche Richtung sich die Songs hier verändert haben. In Summe ist es grooviger Thrash Metal wie ihn Sepultura auf dem von mir nicht wirklich geliebten „Roots“ Album spielen bzw. Soulfly oder was die Cavalera Brüder sonst an Bands haben oder auch Lamb of God, mit Hardcoreeinflüssen („You belong there“ würde auch auf einem Agnostic Front Album eine gute Figur machen) im Gesangsstil von Zoltan gepaart mit etwas Nu Metal der 90er Jahre und hier vornehmlich von Korn aber auch Slipknot. Man schrotet sich in einem Affenzahn durch die 10 Songs des knapp 34 Minuten langen sehr fett produzierten Albums (Zoltan selbst plus Tue Madsen). Die Lieder selber reißen selten die vier Minuten Marke und sind jetzt nicht wirklich ein Ausbund an Abwechslung. Den gibt es hauptsächlich nur beim immer wiedereingesetzten Klargesang bzw. dieser „leidenden“ flüsternden Stimme wie sie eine Jonathan Davis von Korn pflegt. Das wären dann auch meine Anspieltipps von der Scheiben mit den beiden 4 Minütern „Fade away“ (relativ melodisch), dem schleppenden Titelsong inklusive Tribal Drumming und dem fast schon balladesken Rauswerfer „REM“ der bis auf einen kurzen Hardcoreausbruch in der Mitte total ruhig vor sich hinläuft. Leider ist die Gitarrenarbeit trotz zweier Gitarristen jetzt total simpel und begrenzt sich rein auf Geriffe. Soli finden nicht statt. Dafür ist der Bass schön fett und drückt in Verbindung mit den natürlich klingenden Drums schön nach vorn. Kann man haben, muss man aber nicht. Von meiner Seite gibt es dennoch 4,5 Sterne (auch für den guten Gesang). (AFM) HJH
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