altemaelze

Emminence or Disgrace

Rage Behind

Absolut groovige Thrash Metal Sause!

Wer mal wieder so richtig Bock hat auf eine groovige Thrash Metal Sause, der sollte sich das Debüt der Band Rage Behind aus Frankreich rein ziehen. Die fünf Musiker mit Maske und Pseudonym sind ganz sicher keine Novizen an ihren Instrumenten, was man den zwölf perfekt und extrem druckvoll produzierten Tracks der „Emminence or Disgrace“ betitelten Scheibe anhört. Die Songs selber sind eine clevere Mischung aus den besten Parts von Acts wie Slayer („Eye for an Eye“ bzw. „Don’t break“ atmen den Geist von „Seasons of  the Abyss“), Exodus, Lamb of God (Titelsong mit Gangshouts im Background), Soulfly bzw. Sepultura zu „Roots“ Zeiten, nur ohne diese Tribaldrums, oder auch den im Promotext erwähnten Heaven shall burn. Gesanglich herrscht hier dann allerdings mehrheitlich heiseres Geschrei vor und die wenigen Versuche mal etwas melodischer zu klingen, wie beim mit Keyboards unterfütterten  „Worldwide Hostility“, sind jetzt noch nicht so wirklich der Reißer. Dafür gibt es auf der anderen Seite immer wieder sehr schöne Gitarrensoli, wobei hier vor allem der beste Song auf dem Album „The Blind“ in dieser Richtung aufhorchen lässt und zeigt, wie ein weiteres Album ausfallen sollte. Denn leider blendet man bei den letzten drei Songs dieses Merkmal aus und agiert nur noch mit Standardgeriffe. Unterm Strich dennoch eine, auch für mich, hörenswerte Scheibe, für die ich mal fünf Sterne zücke. Bei YouTube gibt es einige Videos im offiziellen Channel der Band. Hier kann man sich dann einen ersten Höreindruck verschaffen. (Atomic Fire Records) HJH

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