altemaelze

An End, Once and for All

Humankind

Wenn man im Gitarrenbereich noch zwei Schippen drauflegt, dann könnte man mich mit einem zweiten Album mehr begeistern!
Mit Humankind aus Deutschland und ihrem Debüt „An End, Once and for All" geht die nächste Modern/Metal bzw. Metalcore Band ins Rennen. Was an der Scheibe so außergewöhnlich ist, erschließt sich zumindest mir nicht. Die Produktion ist wie im Genre üblich fett. Der Gesang teilt sich auf in hart und zart abwechselnd pro Song, wobei man anerkennen muss, dass die normale Singstimme von Sänger Samule Scholz schon sehr stark ausfällt. Besonders unter Beweis stellt er dies bei der tollen Ballade „The End of everything“ (kommt ohne Growlen aus) und dem balladesk angehauchten „Dear Mother“. Der Rest der Scheibe bedient halt das übliche Vorbild des Genres, mit Breakdowns, eher reines Geriffe (wo ich mich immer Frage, warum man hier zwei Gitarren benötigt, wenn nicht so wahnsinnig viel passiert) und starker Rhythmusfraktion sowie dem Wechselgesang in fast jedem Titel. Meines ist das wie so oft eher nicht - aber wer auf die üblichen Verdächtigen wie Linkin Park, Bring me the Horizon, In Flames (an die die seltenen richtig harten Songs erinnern) und modernen Metalcore an sich steht, wird hier glücklich werden. Richtig gut ist dafür das textliche, positive Konzept, welches als Hilfe für Menschen gedacht ist, die von jedweder Art von geistiger „Krankheit“ und Leid betroffen sind und denen man sagen will, dass sie nicht allein sind. Von meiner Warte aus mal viereinhalb Sterne, da mir das kürzlich gehörte und besprochene neue Album von Torrential Rain doch eine ganze Ecke mehr zugesagt hat. Wenn man im Gitarrenbereich noch zwei Schippen drauflegt, dann könnte man mich mit einem zweiten Album mehr begeistern. Man wird sehen. (Rock Of Angels Records/Soulfood) HJH 
****/*

******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal