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End of Everything

Mega Bog

Eine Platte, die von Hingabe, Trauer und Unterstützung im Angesicht einer turbulenten Selbstreflexion spricht.

Eine interessante Sängerin ist Erin Elizabeth Birgy. Sie schreibt ihre Lieder selbst und hat jüngst sogar ihren ersten Gedichtband veröffentlicht. Mega Bog heißt das Musikprojekt dahinter, auf dem sich vor allem jede Menge Synthesizer und sonstige Tasteninstrumente die Hand reichen. Das „End Of Everything“ – damit nimmt die Künstlerin Bezug auf die Waldbrände in ihrer kalifornischen Heimat und auf die vielen Covid-Opfer – wird in pompösen Synthi-Pop gepackt, der selten vor großen Gesten haltmacht.  „The Wall“ von Pink Floyd fällt einem dazu ein oder auch „Hounds Of Love“ von Kate Bush. Wo diese zu gefällig werden, streut Birgy immer wieder eine gute Prise Avantgarde ein und erschafft so große Klangkunst, die ohne Stimme wie eine Art Installation wirkt. (Bertus) HuSch

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