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Sin

Vandenberg

Wer auf Whitesnake oder Rainbow steht, sollte hier zugreifen!

Angeführt vom Meister-Gitarristen Adrian Vandenberg, veröffentlichte das niederländische Quartett Anfang bis Mitte der 80er drei Qualitätsalben. Das selbstbetitelte Debüt erschien 1982, „Heading For The Storm“ kam 1983 und „Alibi“ zwei Jahre später. Dann war erst mal Schluss, denn Adrian wurde Mitglied von Whitesnake und übernahm 1987 die legendäre Gitarrenarbeit bei der Aufnahme des Nr.-1-Hits „Here I Go Again“. Er war Co-Autor des 1989er Platin-Albums „Slip of the Tongue“ und teilte sich auf der darauffolgenden Tournee die Gitarrenparts mit keinem Geringeren als Steve Vai. Vandenberg spielte nicht nur Gitarre bei „Restless Heart“ von David Coverdale & Whitesnake, sondern absolvierte als Teil der Band zwölf Jahre lang Hunderte von Konzerten. Nach der Zeit mit Whitesnake gründete er die Band Vandenberg’s MoonKings und veröffentlichte mit ihnen drei Alben bevor mit dem Comeback-Album „2020“ seine Band Vandenberg zu neuem Leben erweckte. Was Vandenberg auf „2020“ präsentierte waren Melodie, Power und Klasse verpackt in zehn Songs, die für Fans anspruchsvollem Hard Rocks das Gleichgewicht zwischen musikalischer Tiefe und kommerzieller Wirkung ausmachten. Diese Formel machten Vandenberg in den 80ern populär und „2020“ war aus dem gleichen Eisen geschmiedet wie seine Vorgänger. Drei Jahre nach „2020“ meldet sich Vandenberg jetzt mit einem neuen Album und einem verstärkten Line-up zurück. Zusammen mit Sänger Mats Levén, Schlagzeuger Koen Herfst und Bassist Randy van der Elsen liefert der einflussreiche Axtschwinger auf dem fünften Album der Gruppe, „SIN“, eine vitale Vision ab, die sich zwischen hymnischem Hard Rock und deftigen Metal auf neun Tracks bewegt und von Bob Marlette (Ozzy Osbourne, Alice Cooper, Rob Zombie) in Holland und Los Angeles produziert wurde. „Er ist ein fantastischer Sänger“, bemerkt Adrian zum Eintritt von Mats [Trans-Siberian Orchestra, Yngwie Malmsteen] in die Band. „Ich hatte ihn online gehört und wir kamen in Kontakt. Es ist lustig, denn seine Mutter brachte die ersten beiden Vandenberg-Platten aus England mit nach Skandinavien, als er Anfang zwanzig war – und er war ein Fan. Er ist ein Workaholic wie ich. Wir haben nach COVID weitergemacht und das neue Album zusammengebaut. Der Funke ist definitiv da. Dazu kommt, dass Koen und Randy das solideste, groovende Fundament legen, das ich mir nur wünschen kann. Ich würde sagen, es ist noch eine Stufe härter als 2020″. Man höre nur in den Titeltrack oder „House on fire“ rein. „Wie jede andere Band waren wir gezwungen, uns zurückzuhalten, als wir uns in einem dieser Hollywood-Filme im Stil von ‚Outbreak‘ in den letzten Covid-Jahren wiederfanden. Ohne für eine Rolle vorgesprochen zu haben. Du wirst verstehen, dass wir unbedingt mit einem lauten Knall aus den Ställen ausbrechen wollten, also dachten wir, es wäre mehr als angemessen, die Welt mit dem neuen Track ‚House On Fire‘ in Brand zu setzen!“ erzählt Vandenberg zu diesem Song. „Für mich ist Musik wie ein Gemälde“, erläutert Adrian Vandenberg weiter. „Man hat seine Höhen, Tiefen, Lichter und Schattierungen. Bei einem Song möchte man vielleicht auf den Tisch springen und ausgelassen feiern. Ein anderer Song wird dich zum Nachdenken anregen. So oder so wird man in eine Landschaft hineingeworfen, was meine Lieblingsalben für mich immer noch tun. Du könntest im Auto sitzen oder zu Hause mit deinen Kopfhörern an ein Soundsystem angeschlossen sein, und du wärst in einer anderen Welt.“ Und so malt Vandenberg statt mit Pinsel und Leinwand mit gewaltigem Gesang, erdbebenartigen Rhythmen und der ikonischen und sofort erkennbaren Laubsägearbeit des Gitarristen und Namensgebers. Und das Ergebnis kann sich hören lassen! Wer auf Whitesnake oder Rainbow steht, sollte hier zugreifen! (Mascot) P.Ro

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