altemaelze

Lost

Ada Morghe

Leise Songs wechseln sich mit flotten Schleichern ab.​ Ein sehr gelungenes Album!

„LOST“ ist das aktuelle Studioalbum der Künstlerin Ada Morghe, die mit ihrem bürgerlichen Namen Alexandra Helmig heisst. Über 14 Songs und mit hochkarätigen Gästen wie Till Brönner trifft Soul authentisch auf Jazz, Funk und Blues. Co-Produziert von Hans-Martin Buff (Die Prinzen, Zucchero, No Doubt oder Prince).  Ada kann nicht nur Musik machen, sondern ist auch Schauspielerin und Sprecherin. Im Jahr 2019 gelang ihr der Durchbruch mit dem Debüt Album »Pictures«; an den Erfolg knüpfte sie 2020 mit ihrem zweiten Album »BOX« an. Ein Jahr später kam sie mit ihrer Band wieder in den Real World Studios zusammen. Im Gepäck nicht mehr als die Idee, ein Album rund um die vier Elemente (Erde, Wasser, Feuer und Luft) zu kreieren, keine Noten, keine Texte, keine Regeln. So etwas nenne ich künstlerisches Selbstbewusstsein; das muss man ihr – und ihren Mitmusikern – erst einmal nachmachen.
Wie schon bei ihren vorherigen Alben arbeitete die Künstlerin mit den in der Londoner Jazzszene bekannten Musikern Livingstone Brown (Bass), Luca Boscagin (Gitarre), Josh »McKNasty« McKenzie (Drums) und Luke Smith (Keyboards) sowie dem Produzenten Hans-Martin Buff zusammen. Außerdem konnte sie Till Brönner (Flügelhorn) für eine Einlage im Song »At This Place« gewinnen. Die Scheibe beginnt mit einem verträumten  Instrumental, das sich erst zum Ende hin plötzlich steigert, um im zweiten Song mit einer sehr schön gesungenen mystischen Vocaljazz-Nummer in das Thema einzuführen. De letzte Track, die Jazzfunk-Nummer „We are one“ dürfte sogar Dee-Jays interessieren, da zucken unwillkürlich die Beine und die Finger schnippen. Adas Stimmbandbreite ist verblüffend, sie kann tief und einschmeichelnd, beherrscht aber genau so gut die höheren hellen und klaren Stimmlagen. Ihre perfekt eingestimmte Band groovt locker jazzig ab und bietet einen perfekten Background für Adas Gesangsexkursionen. Nehmt euch Zeit zum Hinsetzen und Zuhören, keine Chance für Backgroundmusic-Listener; „Lost“ ist ein anspruchsvolles und ausgereiftes Werk, das der Schnelllebigkeit bzw. den hektischen Zeiten etwas entgegensetzt. (Lalabeam Records) HuGe

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