altemaelze

Sandclocks of Eternity

Robespierre

Nicht übel – aber auch nicht umwerfend!

Mit „Sandclocks of Eternity“ wird das Rock-Projekt ROBESPIERRE um Mastermind Franz Mang zusammen mit dem langjährigen Ex-Jethro Tull-Mitglied Florian Opahle sowie der Studiobesetzung um John O’Hara (ebenfalls Jethro Tull) oder Simon Michael (Subway To Sally, Feuerschwanz) fortgesetzt. Inhaltlich geht es um Geschichten und Sagen des alten Englands und Deutschland, gegossen in einen Sound zwischen Prog-Rock, Classic Rock und einer Prise Celtic Folk. Bereits in Jugendjahren fasziniert von Gitarrensounds und melodischem Prog-Rock, veröffentlichte Franz Mang 1980 sein inzwischen bei Krautrock-Sammlern gesuchtes Debütalbum „Hard Blood“ als ROBESPIERRE. Meister Wang war schon immer an Sagen und Märchen interessiert. So organisiert er seit mehreren Jahren das Robespierre Woodrock Festival mit bis zu 3.000 Besuchern. Für „Sandclocks of Eternity“ begann der Künstler – geprägt von seinem siebenjährigen Klosterhintergrund – Gedanken aus Religion, Geschichte, Sagen und Philosophien mit einer gewissen dichterischen Freiheit in Songs zu verpacken. Als Produzenten konnte er seinen langjährigen Freund Florian Opahle, welcher auf eine 15-jährige Bühnenerfahrung als Gitarrist bei Jethro Tull zurückblicken kann, gewinnen. Die Jethro Tull-Connection hört man ansatzweise durch, natürlich ohne Andersons Querflöte. Es geht auch um einiges härter zu als bei Jethro Tull. Versponnene Folk-Balladen sind hier nicht zu finden, auch wenn mitunter ein paar vereinzelte Folk-Elemente – z.B. in „Goddess or Snake“ – anklingen.  Der stärkste Song ist m.E. das stimmungsvolle und hymnische „Shook – The black one eyed Dog“. Die „Sanduhren der Ewigkeit“ bieten treibenden Powerrock mit progressiven Anleihen; nicht übel – aber auch nicht umwerfend. Ich ziehe „Hard Blood“ von 1980 vor, denn auf diesem feinen Album wurde mehr Abwechslung und mehr Prog als Rock geboten. (At Mango‘s) HuGe

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