altemaelze

Kill the Hunted

Leatherwolf

Neues Futter der amerikanischen Power Metal Band 16 Jahre nach dem letzten Album.

Schlappe 16 Jahre nach der letzten CD „World Asylum“ gibt es nun endlich mit „Kill the Hunted“ neues Futter der amerikanische (Power)Metalband Leatherwolf auf die Ohren. Produziert von der Legende Randy Burns und gemastered von Tom Baker drückt der Sound fett aus den Boxen. Von der Urbesetzung ist allerdings nur noch Drummer Den Roberts übrig, geblieben sind die Triple Axe Attacken und mit Keith Adamiak ein neuer Sänger, der big pipes hat, wie man zu sagen pflegt, und auch bei Judas Priest singen könnte. Für Bass und Keys/dritte Gitarre konnte man Ausnahmekönner wie Barry Sparks (u.a. MSG) und Wayne Findlay (ebenfalls MSG) gewinnen. Das hört man dann der Scheibe auch an, denn technisch brennt nix an und die Gitarren sind neben dem Gesang das Highlight. Egal ob hart zum Einstig mit „Hit the Dirt“ (mit Metallica Referenzen), interessanten Kiss Einlagen im Gesang bei „Nobody“, schleppend melodisch im Titeltrack oder auch gerne mal leicht balladesk wie bei „The Wicked“ und meinem Album Highlight „The Henchmen“ mit über sechs Minuten Laufzeit, seinen Judas Priest Einflüssen und den langen Michael Schenker Soli – das ist bis dahin großes Kino. Leider haben sich zum Album-Ende hin ein, zwei eher maue Songs eingeschlichen, die zumindest mir so gar nicht zusagen und vor das Album unpassenderweise Richtung Speed/Thrash/Modern Metal verschieben. Das nervige, schräg gesungene und mit wirren Soli ausgestatte „Evil Empires Fall“ ist echt schlecht, „Lights out again“ erinnert mich an Pantera zu „Far beyond Driven“ (das ich nach einmal hören wieder verkauft habe, gräßliches Album“) und würde ebenfalls geskippt. Der Speed Metal Kracher „Road Rage“ ist dann wieder besser und „Enslaved“ zum Abschluss bekommt wieder die Kurve Richtung etwas melodischer Heavy Metal. Balladen gibt es keine und die ruhigen Momente sind ebenfalls eher rar gesät, was etwas schade ist. Das Album an sich hätte es gut vertragen können. Ansonsten dennoch eine Kaufempfehlung von mir und verdiente fünfeinhalb Sterne. Hoffentlich dauert es nicht wieder so lange bis zur nächsten Scheibe. (Rock of Angels) HJH

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