altemaelze

We are the Chosen

Leather

In Summe ein richtig gutes Album für alle Metal Fans!

Mit „We are the Chosen“ veröffentlichte die US Metalröhre Leather Leone tatsächlich erst ihr drittes Solo Album in über 30 Jahren im Musikbusiness. Die meisten Metalfans kennen sie halt auch eher als Sängerin vom Chastain (so wie ich), wo mir das Album „The 7th of never“ von 1987 noch im Gedächtnis blieb. Fett produziert in den polnischen Hertz Studios überzeugt die Scheibe von Anfang an mit dem krassen Gesang von Leather, der auf einer Stufe mit u.a. Rob Halford steht. So könnte der Einstieg in die Scheibe „We take back Control“ auch auf „Painkiller“ drauf sein mit einem guten Schuss Rage im hymnischen Refrain. Zum Glück glänzen alle Lieder mit schön melodischen Gesangspassagen in den Refrains, so dass in dem Bereich schon mal Abwechslung vorherrscht. Aber auch die Melodien passseb. Die Drums Double Bass drummen bis der Drumstick bricht, die Gitarren solieren gar herzergreifend vor sich hin, und generell ist die leider ungenannte Truppe (außer Langzeitgitarrist  und Freund Vinnie Tex) richtig gut an ihren Instrumenten. Dass man sich auch nicht davor scheut noch einen Gang höher zu schalten beweist der Thrash Metal Song „Always been Evil“. Hier geht es rabiat zur Sache. Dem gegenüber stehen dann eher eine fast schon leicht doomige an Black Sabbath zu Dehumanizer Zeiten erinnernde Nummer wie „Shadows“ mit feinen Keyboard Einlagen, der epische mit Orchester (ob echt oder aus dem Rechner kann ich nicht sagen) verfeinerte und einem schön langen Solo ausstaffierte Titelsong, der mich gesanglich glatt an Doro erinnert (und bei mir die Frage aufwirft, ob hier nicht eine Gastsängerin im Duett mitsingt, ist aber nichts vermerkt) oder die wunderbare fast siebenminütige Halbballade „Hallowed Ground“, die Ronnie James Dio gewidmet ist, und mit fast zarter, gar zerbrechlicher Stimme intoniert wird. Der Rest des Albums liegt dann wieder auf der eher klassischen US Power/Heavy Metal Schiene mit einer Ausnahme: Das wie  eine Mischung aus Riot (Thundersteel Zeit) meets Dio (Angry Machines also die etwas düstere Phase) und Machine Head/Lamb of God  daher kommende fast schon Modern Metal artig stampfende „Off with your Head“, das mir nicht so ganz zusagt. In Summe ein richtig gutes Album für alle Metal Fans welches von meiner Seite aus fünfeinhalb Sterne bekommt. (Steamhammer/SPV) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal