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Hidden Beyond Time

Green King

Schnörkellosem Heavy Metal wie er Ende der 70er/Anfang der 80er von Bands wie Riot dargeboten wurde!

Dass aus Finnland nicht nur Melancholie, Symphonic- oder Black Metal kommen, beweist das Quartett Green King mit seiner Debüt Scheibe „Hidden Beyond Time“. Das retro gut produzierte Album, das leider nur knapp über 30 Minuten lang ist, überzeugt mit schön schnörkellosem Heavy Metal wie er Ende der 70er/Anfang der 80er von Bands wie Riot dargeboten wurde. Und genau nach Riot klingen vier der sechs Songs (die restlichen zwei Titel sind kurze instrumentale Zwischenstück bzw. Intros). Flottes Drumming trifft auf wunderbar lange Gitarrensoli bzw. Duelle der beiden vorzüglichen Gitarristen. Abwechslung wird zwar klein geschrieben, da sich die Songs ähneln, aber das spielt hier eher keine Rolle. Leider ist der Sänger Eliel kein „Pavarotti“ des Heavy Metal und singt recht eintönig durch die Botanik. Etwas aus der musikalischen Rolle fallen „Tervakiituri“ sowie der achtminütige Rauswerfer „Lifesavers“, die realtiv doom-lastig rüberkommen (wie  z.B. „The Tempter“ von Trouble oder ein schnellerer Candlemass Song). Es gibt keinerlei Balladen und ruhige Momente sind auch rar gesäht. Nur beim erwähnten „Livesavers“ gibt es einen knapp ein minütiges Akustikgitarren Outro im Flamencostil. Somit verdiente fünfeinhalb Sterne für das Gesamtpaket. Wird der Gesang beim nächsten Album ansprechender und die CD etwas länger (man hätte hier hier ja auch die EP „Rock Alley Tapes“ noch mit anfügen können, die evtl. nicht jeder hat), dann steigt die Punktzahl noch etwas an. (The Sign Records) HJH

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******* = genial / ****** = phänomenal / ***** = optimal / **** = normal / *** = trivial / ** = banal / * = katastrophal